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Informierte Einwilligung zum Eingriff — Piercing

Version 2.0, gültig ab 1.9.2026

1. Angaben zum Kunden

Sind Sie 18 Jahre oder älter?
Ja
Nein

2. Aufklärung über den Eingriff

Hiermit erkläre ich, dass ich vor der Durchführung des Eingriffs (Piercing) von einem Mitarbeiter des Tattoo- und Piercingstudios BLACK HOUSE TATTOO s.r.o. mit Sitz in Na Folimance 2152/21, Vinohrady, 120 00 Prag 2, IdNr.: 04385322, Aktenzeichen im Handelsregister: C 246801, geführt beim Stadtgericht Prag (im Folgenden „Studio"), über die Art und Weise der Durchführung des Eingriffs, über mögliche durch diesen Eingriff verursachte Komplikationen sowie über sonstige den Eingriff betreffende Fragen informiert und aufgeklärt wurde. Ich erkläre, dass mir der Piercer die erforderliche Pflege des Piercings, wie sie in Teil 5 dieses Dokuments angeführt ist, ausreichend erläutert und außerdem alle meine Fragen ausreichend beantwortet hat.


Ich erkläre, dass ich auf Grundlage des Gesprächs mit dem Piercer und der von ihm erteilten Aufklärung die Risiken des geplanten Eingriffs vollständig verstanden habe und der Durchführung des Eingriffs trotz der Verletzung meiner körperlichen Integrität zustimme. Ich erkläre, dass ich vom Piercer darüber informiert wurde, dass es während oder nach dem Eingriff zu gesundheitlichen Komplikationen und/oder unerwünschten Folgen kommen kann und dass angesichts meiner Einwilligung und Aufklärung weder der Piercer noch das Studio dafür haftet.


Ich nehme zur Kenntnis, dass der Piercer die anatomische Eignung der gewählten Stelle erst unmittelbar vor dem Eingriff beurteilt und berechtigt ist, den Eingriff nicht durchzuführen, wenn dessen Durchführung riskant wäre oder nicht zu einem guten Ergebnis führen würde.

3. Risiken des Eingriffs

Ich erkläre, dass mir der Piercer alle möglichen Risiken des Piercings erklärt und beschrieben hat, insbesondere dass:

  • bei unsachgemäßer Pflege an der Piercingstelle eine lokale bakterielle Infektion (Hautinfektion) entstehen kann, die sich durch Rötung, Schwellung, Eiterbildung und Schmerzen äußert;

  • mein Körper auf das Piercing oder das Material des Schmucks mit einer allergischen Reaktion reagieren kann, also mit Ausschlag oder Reizung an der Piercingstelle;

  • während der Heilung an der Einstichstelle eine Entzündung (Granulom) auftreten kann und der Eingriff zur Bildung von Narbengewebe (Keloiden) führen kann, insbesondere wenn ich zu Keloidnarben neige;

  • mein Körper den Schmuck abstoßen kann — es kann zu seiner Wanderung oder vollständigen Abstoßung kommen, auch noch nach mehreren Monaten;

  • der Schmuck bei einer Schwellung ins Gewebe einwachsen kann und sein Wechsel dann einen Eingriff erfordern kann;

  • an der Einstichstelle eine Schwellung, gegebenenfalls ein Bluterguss oder eine Blutung entsteht, die mehrere Tage anhalten können;

  • die Heilungsdauer je nach Art des Piercings unterschiedlich ist und an manchen Körperstellen mehr als ein Jahr beträgt;

  • manche Piercingarten nach dem Abklingen der Schwellung einen Wechsel des Schmucks gegen einen kürzeren erfordern, auch wiederholt;

  • ein Piercing dauerhaften Charakter hat — auch nach dem Entfernen des Schmucks und dem Verschluss des Kanals können Narben oder eine sichtbare Gewebeveränderung zurückbleiben.

Bei Piercings in der Mundhöhle (Zunge, Lippe, Lippenbändchen) gilt außerdem:

  • der Schmuck kann den Zahnschmelz beschädigen, ein Abplatzen des Zahns oder einen Rückgang des Zahnfleisches verursachen;

  • in den ersten Tagen kommt es zu einer starken Schwellung, die das Sprechen und die Nahrungsaufnahme erschwert.

Mir ist bewusst, dass während der Heilungszeit unvorhergesehene allergische oder immunologische Reaktionen auftreten können und dass die Heilungsdauer bei jeder Person je nach verschiedenen Faktoren unterschiedlich ist.


Mir ist bewusst und ich bin damit einverstanden, dass ich bei einem Eingriff an der Schleimhaut und an anatomisch anspruchsvollen Stellen keinerlei Garantie für die Qualität des durchgeführten Eingriffs habe und auch keinen Anspruch auf einen Preisnachlass oder eine kostenlose Korrektur des Piercings.

4. Gesundheitszustand

Bitte kreuzen Sie alles an, was auf Sie zutrifft. Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, kreuzen Sie die letzte Option an.

Ich erkläre, dass ich den geplanten Eingriff mit meinem behandelnden Arzt besprochen habe und ihn mit dessen Zustimmung vornehmen lasse. Aus der ärztlichen Beratung ergaben sich keine Einschränkungen für die Durchführung des Eingriffs.

Ich erkläre, dass mir bewusst ist, dass mir, falls diese Erklärung nicht der Wahrheit entspricht, gesundheitliche Komplikationen drohen, auf die ich hingewiesen wurde und für die weder der Piercer noch das Studio irgendeine Haftung übernimmt.

5. Pflege des Piercings

Grundpflege

Behandeln Sie das Piercing 2–3× täglich mit sauberen Händen mit steriler Kochsalzlösung, und zwar mit einem Wattestäbchen, Wattepad oder Mulltupfer. Verwenden Sie keinen Alkohol, kein Wasserstoffperoxid und keine Antiseptika (diese nur bei Bedarf, für begrenzte Zeit und nach Anweisung des Piercers).


Bewegen Sie den Schmuck während der Behandlung nicht — drehen und verschieben Sie ihn nicht. Nehmen Sie den Schmuck zur Reinigung keinesfalls heraus.


Kratzen Sie die Krusten aus Lymphe und Blutplasma nicht ab. Weichen Sie sie stets zuerst auf und entfernen Sie sie erst nach dem Aufweichen vorsichtig.


Berühren Sie das Piercing nicht mit ungewaschenen Händen und schützen Sie es vor Kontakt mit Haaren, Kleidung und Unterwäsche.

Während der gesamten Heilungszeit ist es untersagt:

  • Schwimmbäder, Saunen und andere öffentliche oder natürliche Badestellen zu besuchen — mindestens 1 Monat nach dem Stechen, bei Körperpiercings 2 Monate;

  • auf dem Piercing zu schlafen, mindestens bis die anfängliche Schwellung abgeklungen ist und der Schmuck gegen einen kürzeren getauscht wurde;

  • das Piercing Druck auszusetzen — durch Kopfhörer, Mütze, Helm, Gürtel oder Sicherheitsgurt;

  • das Piercing mit ungewaschenen Händen zu berühren.


Vermeiden Sie anstrengende sportliche Betätigung, bei der Sie stark schwitzen. Spülen Sie das Piercing nach dem Sport mit sauberem Wasser ab und behandeln Sie es mit Kochsalzlösung. Lassen Sie Haustiere nicht in Ihrem Bett schlafen.

Piercing in der Mundhöhle — zusätzlich:

  • spülen Sie den Mund 7–14 Tage lang morgens und abends mit einem alkoholfreien Mundwasser und nach jeder Mahlzeit mit sauberem Wasser (gefiltert, abgefüllt oder abgekocht);

  • trinken Sie in den ersten 3–4 Stunden nach dem Eingriff nur Wasser oder kalte stille Getränke ohne Zucker und Alkohol;

  • essen Sie in den ersten 3–5 Tagen nur weiche Speisen, die nicht heiß, sauer, salzig oder scharf sind;

  • verzichten Sie in den ersten 14 Tagen auf Küssen und Oralverkehr;

  • während der gesamten Heilungszeit raten wir von Alkohol und Rauchen ab.

Die ausführliche Pflegeanleitung einschließlich SOS-Hilfe bei Schwellung und Entzündung finden Sie hier: Piercingpflege

Ein Piercing ist eine mechanische Verletzung der Haut, weshalb eine gute Immunabwehr im Heilungsprozess eine große Rolle spielt. Ziehen Sie zum Heilungsverlauf keine anderen Quellen zu Rate und richten Sie sich nicht nach deren Ratschlägen, mit Ausnahme Ihres behandelnden Arztes.

Vorgehen bei Problemen nach dem Eingriff

Mir ist bewusst, dass ich bei jeglichen Unklarheiten oder Komplikationen bei der Heilung des Piercings verpflichtet bin, unverzüglich das Studio zu informieren — akute Fälle telefonisch, sonstige per E-Mail mit einer Beschreibung des Problems und einem beigefügten Foto des aktuellen Zustands des Piercings — und bei Bedarf auch meinen Arzt.


Ich erkläre und mir ist bewusst, dass ich die mitgeteilte Pflegeanleitung für das Piercing unbedingt einhalten muss, und dass ich mir, falls ich dies nicht tue, der möglichen Folgen bewusst bin (insbesondere Heilungsprobleme, gesundheitliche Komplikationen und Korrektur des Piercings). Mir ist bewusst, dass weder der Piercer noch das Studio für Folgen haftet, die durch mangelhafte Pflege des Piercings, durch die Verwendung nicht direkt im Studio gekaufter Mittel oder durch die unsachgemäße Verwendung im Studio gekaufter Mittel verursacht wurden.

6. Abschließende Erklärungen

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